Fr

13

Feb

2015

Kaimai Mamaku Forest Park, Coromandel und Piha

Morgen geht es nach Hause und viel fällt mir dazu gerade nicht ein, außer, dass ich mich auf Familie und Freunde freue, aber gleichzeitig traurig bin, dass die Zeit in meiner zweiten Heimat schon zu Ende geht - viel zu schnell, aber damit habe ich schon gerechnet. 

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So

08

Feb

2015

Taupo, Tongariro Alpine Crossing, Rotorua und Mt. Maunganui

Aus Napier haben wir uns gegen Mittag auf den Weg nach Taupo gemacht, um dort unser Basislager für das Tongariro Alpine Crossing aufzuschlagen. Als wir Jonathan in Wellington erzählt haben, dass wir das vorhaben, hat er uns gefragt, ob wir wirklich wüssten, was wir tun. Im ersten Moment dachten wir, er zweifelt an unseren Fähigkeiten, und haben ziemlich dumm geschaut. Er meinte aber nur, dass das Crossing die beliebteste Tageswanderung im ganzen Land ist und dass wir sie deshalb mit hunderten von Leuten teilen müssten. Das war uns schon klar, aber wir wollten uns die Vulkanlandschaft des Central Plateau nicht entgehen lassen und hatten da schon eine Idee ...

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Fr

30

Jan

2015

Tag 64: Zieleinlauf in Bluff (10 km)

Nachdem wir uns den Highway gespart haben, war unser Zieleinlauf heute noch richtig schön. Wir haben auf dem Foveaux Walkway den Bluff Hill umrundet. Es war bewölkt und es ging ein stürmischer Wind, aber das ist dort wohl meistens so. Faszinierend, wie unterschiedlich das Meer an der Nordküste und der Südküste der Südinsel aussieht. Im Queen Charlotte Sound, wo wir gestartet sind, ist das Wasser türkisblau und hier unten ist es eher blaugrau und die See rau, ähnlich wie in Nordeuropa.

Bevor wir loslaufen konnten, sind wir erst noch ein Stück aus Invercargill hinausgelaufen, um dann Richtung Bluff zu trampen. Wer Invercargill nicht gesehen hat, hat übrigens nicht viel verpasst - wobei uns der Queens Park sehr gut gefallen hat. Wir hatten auch schnell Glück und ein junger Mann hat uns mitgenommen und uns am Startpunkt des Wanderwegs abgesetzt. Es ging zuerst über Wiesen hoch über den Klippen und dann auf einem schön angelegten Gehweg oberhalb der Küste entlang. Wir sind am Lookout Point vorbeigekommen, an dem früher die Walfänger nach Beute Ausschau gehalten haben. Die Foveaux Strait, die die Südinsel von Stewart Island trennt, ist berüchtigt für ihr schlechtes Wetter und früher sind dort viele Schiffe gesunken.

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Mi

28

Jan

2015

Tag 57 - 63: Von Te Anau nach Invercargill (153 km)

Von diesem letzten Abschnitt des Weges haben wir eigentlich nicht viel erwartet, waren dann aber von der Schönheit der beiden großen Wälder, die wir noch zu durchqueren hatten, doch positiv überrascht, auch wenn es ziemlich nass und matschig zuging. Außerdem haben wir wieder eine andere Seite von Neuseeland kennen gelernt: In Southland ist alles etwas einfacher und die Leute haben offenbar durchschnittlich weniger Geld als im Rest des Landes. 

Bevor es auf die allerletzte Etappe geht, hier unser Bericht zu den letzten Wandertagen:

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Do

22

Jan

2015

Tag 51 - 56: Von Queenstown nach Te Anau (99 km)

Einen Tag später als erwartet sind wir vorhin in Te Anau angekommen. Obwohl auch dieser Ort beliebt bei Touristen ist, da hier einer der viel gerühmten Great Walks losgeht, konnten wir in einem Bachpacker-Hostel noch ein Doppelzimmer ergattern, sind wieder frisch gewaschen und der Koch ist schon auf dem Weg zum Einkauf für unser Abendessen. 

Da dachten wir in Queenstown schon, wir wären fast da und es könnte nichts mehr schiefgehen, da hat uns noch einmal zu viel Wasser einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wie so oft hat alles zwei Seiten...

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Do

15

Jan

2015

Tag 46 - 50: Von Wanaka über Arrowtown nach Queenstown (85 km)

Obwohl es uns in Wanaka gut gefallen hat, wurde es nach zwei Pausentagen doch Zeit, weiterzuwandern. Die Flitzpiependichte in unserer Unterkunft war schon ungewöhnlich hoch. Wir haben die Zeit dort noch genutzt, um ein Zimmer in Queenstown zu reservieren, das genau wie Wanaka um diese Zeit sehr ausgebucht ist, und eine wasserdichte und stoßfeste Outdoor-Kamera dorthin zu bestellen, die hoffentlich den Rest unseres Abenteuers übersteht.

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Sa

10

Jan

2015

Exkurs: Der Deutsche am anderen Ende der Welt

Man muss es ja schon ehrlich sagen: Es gibt hier eine ganze Menge von uns. Das wird einem von Reisenden anderer Nationalität auch immer wieder unter die Nase gerieben und man hat fast schon das Bedürfnis, sich dafür zu entschuldigen. Wie an anderer Stelle schon erwähnt: Die meisten deutschen Landsmänner und -frauen, die wir hier treffen, sind sehr nett und repräsentieren unsere Heimat auf angemessene Weise. Eine große Gruppe machen die gerade Volljährigen aus, die ihr Abi in der Tasche haben und mal etwas anderes sehen wollen. Meist arbeiten sie ein bisschen nebenbei, um sich ihre Reise zu finanzieren, und sind voller Begeisterung, es so weit weg geschafft zu haben. Ich freue mich immer, sie zu treffen, und fühle mich ein bisschen an damals vor 16 Jahren erinnert, als ich selbst als Jungtier hier war. Damals sind mir allerdings bei Weitem nicht so viele Artgenossen über den Weg gelaufen. Aber es liegen eben auch einige "Herr der Ringe"- bzw. Hobbit-Filme dazwischen.

Gerade hier in Wanaka trifft man allerdings auch richtig große Gruppen deutscher Jugendlicher an. Da fragt man sich dann schon manchmal, warum sie extra ans andere Ende der Welt reisen, um dann hier auf einem Haufen zu sitzen, Blödsinn zu reden und Bier zu trinken. Das geht ja daheim auch ganz gut. Diese Sorte junger Deutscher ist auch häufig mit dem so genannten Kiwi Experience-Bus unterwegs. Da bezahlt man viel Geld dafür, dass man mit einem Bus, der die beliebtesten Touri-Spots anfährt, durch's Land gondelt. Das Ganze funktioniert nach demselben Prinzip wie die bekannten Hop-on-hop-off-Stadtrundfahrten - irgendwie wenig individuell.

Gestern wurden wir wieder Zeuge des Auftritts einer weiteren Kategorie deutscher Reisender in Neuseeland: Gegen Abend in der Küche unseres Backpacker-Hostels. Es wird friedlich in kleinen Gruppen unterschiedlicher Nationalität gekocht. Da treffen mit viel Tamtam Horst, Roswitha, Klaus-Dieter und Sieglinde aus Castrop-Rauxel ein (Namen und Ort sind frei erfunden und dienen nur zu Illustrationszwecken) - die Damen mit praktischer Frisur in modischem Aubergine, die Herren mit Plautze und Trekkingsandalen über weißen Tennissocken. Ihre vier wohlsortierten Proviantkisten platzieren sie strategisch klug im Küchenbereich und geben sogleich ihre neuesten interkulturellen Erfahrungen zum Besten: "Haste gesehen!? Der Käse kostet hier 8,99 das Kilo! Und die Aussicht ist auch nicht übel."

Da sind wir dann doch manchmal froh, dass nicht viele Neuseeländer sich die Mühe machen, unsere schöne, aber komplizierte Sprache zu erlernen. Nicht falsch verstehen: Es ist super, dass die Vier so weit reisen und die Welt erkunden, aber warum müssen sie ihre Herkunft so vor sich her tragen und jedes Klischee bestätigen? Naja, wahrscheinlich finden sie uns mit unseren muffigen Wanderstiefeln und unserer Bauarbeiterbräune auch merkwürdig.

Aber im Ernst: Neuseeland zieht uns Deutsche einfach an, weil es viel von dem bietet, wovon wir eher nicht so viel haben, zumindest in manchen Teilen unseres schönen Landes: wilde und unberührte Natur. Wie man diese dann erkundet, ist natürlich individuell ganz unterschiedlich und das ist ja auch recht so.

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Sa

10

Jan

2015

Tag 38 - 45: Von Twizel nach Wanaka (144 km)

Viele Grüße aus dem schönen Wanaka! Ein weiterer Abschnitt ist geschafft, der allerdings etwas anders verlaufen ist als ursprünglich geplant. Zwischen Lake Tekapo und Twizel hatte Lui leider wieder ziemlich Probleme mit seinen Füßen. Er springt problemlos über Stock und Stein, auf flachen Strecken, wo die Belastung immer gleichförmig ist, lösen sich aber leider seine Zehen auf. Diesmal waren es nicht nur einfache Blasen, die ja noch zu ertragen wären. Ohne zu sehr ins ekelhafte Detail gehen zu wollen: Einer seiner großen Zehen war eitrig und geschwollen. Wir haben deshalb entschieden, dass es besser wäre, wenn er noch einen weiteren Tag pausiert. In Twizel bleiben wollten wir aber nicht so gern, da Twizel zwar alles bietet, was man an einem Pausentag braucht (Essen, Waschen, Schlafen), aber sonst eher wenig Charme hat. Im Wohnzimmer unserer Lodge haben wir von unserem Problem erzählt und ein nettes Pärchen aus Invercargill hat angeboten, Lui an den Lake Ohau zu fahren, sodass ich weiterlaufen und wir uns dort wieder treffen können. Wir fanden, wenn einer verletzt ist, reicht es, wenn ein Teammitglied läuft, damit die Strecke als gewandert gilt.

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Sa

03

Jan

2015

Tag 30 - 37: Vom Rakaia über den Rangitata und Lake Tekapo bis Twizel (201 km)

Bevor wir berichten, was uns in den letzten sieben Tagen auf dem Trail widerfahren ist, zuerst noch ein gutes neues Jahr und vielen Dank an alle, die das hier lesen, sich bei uns melden und uns so unterstützen! Wir freuen uns immer sehr darüber! 

Wir sind gestern Abend ziemlich gerädert im Ort mit dem schönen Namen Twizel angekommen und mussten erfahren, dass alles ausgebucht ist, weil jetzt Urlaubszeit ist und die Leute zum Angeln und Bootfahren auf den umliegenden Seen hierher kommen. Dabei hatten wir uns so auf eine Dusche, ein Bett und unseren wohlverdienten Pausentag gefreut! Aber dazu später mehr...

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Fr

26

Dez

2014

Tag 26 - 29: Harper River Track, Lake Coleridge und Methven (70,5 km)

Seit gestern Nachmittag sind wir in Methven und nachdem unser Heiligabend eher unspektakulär war, haben wir doch noch einen schönen Weihnachtstag verbracht. Hier ist perfektes Weihnachtswetter für hiesige Verhältnisse: heiß und sonnig.

Unsere letzten drei Wandertage waren zur Abwechslung wirklich mal Wandertage und nicht Kletter-, Rutsch- und Kriechtage. So sind wir auch ganz gut vorangekommen und können uns einen freien Tag über Weihnachten erlauben.

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Mo

22

Dez

2014

Tag 21 - 25: Harper Pass Track und Arthur's Pass (92 km)

Eigentlich wollten wir ja nicht so schnell wieder ruhen, aber nachdem unsere beiden letzten Wandertage die vielleicht nassesten unseres Lebens waren und wir am kleinen Örtchen Arthur's Pass vorbeikamen, konnten wir nicht widerstehen. Außerdem mussten wir wegen der starken Regenfälle der letzten Tage eine aktuelle Wetter- und Wasserstandsvorhersage einholen und unsere weitere Planung überdenken. Bei der Gelegenheit haben wir uns natürlich gleich noch die Bäuche vollgeschlagen.

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Mi

17

Dez

2014

Tag 14 - 20: Nelson, Waiau Pass Track und Hanmer Springs (116 km)

Nach weiteren fünf anstrengenden Wandertagen sind wir gestern Nachmittag wohlbehalten in Boyle Village eingetroffen. Das "Dorf" besteht allerdings nur aus ein paar privaten Ferienhäusern und einem Outdoor Education Centre, in dem wir eine Hütte für zwei Nächte gemietet haben, erfreulicherweise mit eigener Küche, Dusche und Waschmaschine und das zu einem sehr günstigen Preis. Außerdem konnten wir vorher per E-Mail Lebensmittel bestellen, da es in Boyle Village keinen Laden gibt, sodass wir uns gestern Abend gleich noch etwas kochen konnten und endlich wieder ein paar frische Lebensmittel hatten (Käse, Milch, Eier und Avocados - hurra!). 

Eigentlich wollten wir hier keinen Pausentag einlegen, aber nachdem es die letzten fünf Etappen noch mal richtig in sich hatten - einige behaupten sogar, es seien die schwersten des ganzen Trails, obwohl wir ja der Meinung waren, die hätten wir in den Richmond Ranges schon hinter uns gebracht - haben wir uns kurzerhand entschlossen, einen Abstecher ins 50 km entfernte Hanmer Springs zu machen, wo es ein Thermalbad gibt - genau das Richtige für unsere geschundenen Knochen. Aber der Reihe nach:

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Di

09

Dez

2014

Tag 5 - 13: Pelorus River und Richmond Alpine Track (150,5 km)

Hurra, der angeblich schwierigste Abschnitt des ganzen Te Araroa ist geschafft. Gestern sind wir nach acht Tagen (ab Havelock) in St. Arnaud und damit wieder in der Zivilisation eingetroffen. Wir sind sehr zufrieden damit, da in unseren Trail Notes, also der Streckenbeschreibung, steht, dass man Essen für mindestens neun Tage dabei haben soll. Heute legen wir einen wohlverdienten Pausentag ein. Die Wäsche ist schon gewaschen, Lui liegt im Bett und liest, weil er momentan nichts Trockenes zum Anziehen hat, und ich nutze derweil mal den Computer der Traverse-Sabine Lodge, wo wir unseren Pausentag verbringen. Was wir in den letzten Tagen bei unserem ersten mehrtägigen Abstecher ins Backcountry, wie die Neuseeländer sagen, erlebt haben, folgt jetzt:

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Mo

01

Dez

2014

Tag 4: Linkwater Track (16 km)

Heute haben wir einen kurzen Tag eingelegt, weil wir die nächsten neun Tage den längsten und eventuell auch härtesten Abschnitt zu bewältigen haben. Deshalb ging es nach einem guten Frühstück in Anakiwa mit unseren neuen Freunden Susanne, Monika und Wolfgang, mit denen wir gestern noch den ersten Advent begangen haben (mit Sekt und dem mobilen Adventskranz von Ben und Linda, über den sich alle arg gefreut haben), los auf den ersten Verbindungsweg, den Linkwater Track von Anakiwa nach Havelock. 

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Fr

13

Feb

2015

Kaimai Mamaku Forest Park, Coromandel und Piha

Morgen geht es nach Hause und viel fällt mir dazu gerade nicht ein, außer, dass ich mich auf Familie und Freunde freue, aber gleichzeitig traurig bin, dass die Zeit in meiner zweiten Heimat schon zu Ende geht - viel zu schnell, aber damit habe ich schon gerechnet. 

Unsere letzten Tage hier haben wir noch so gut wie möglich genutzt: Wir haben ein letztes Mal in einer Backcountry Hut übernachtet, sind zu Kauri-Bäumen gewandert, haben uns dabei zum letzten Mal die Füße bei einer Flußdurchquerung nass gemacht und haben am Coromandel und in Piha im Meer gebadet und am Strand gelegen. Morgen besuchen wir noch meine alte Schulfreundin Joe-Ann und dann machen wir uns auf den Weg zum Flughafen und treten den langen Flug nach Hause an.

Da mir gerade nicht so nach Schreiben ist, hier ein paar Bilder unserer letzten Tage in diesem schönen Land:

Letzte Backcountry Hut
Letzte Backcountry Hut
Noch mal im Busch unterwegs
Noch mal im Busch unterwegs
Kauri-Kaliber
Kauri-Kaliber
Cathedral Cove
Cathedral Cove
Baden in Piha
Baden in Piha
Strand in Piha
Strand in Piha
Wer wollte da nicht noch bleiben?
Wer wollte da nicht noch bleiben?

Gewanderte Nachholkilometer: 23