Taupo, Tongariro Alpine Crossing, Rotorua und Mt. Maunganui

Aus Napier haben wir uns gegen Mittag auf den Weg nach Taupo gemacht, um dort unser Basislager für das Tongariro Alpine Crossing aufzuschlagen. Als wir Jonathan in Wellington erzählt haben, dass wir das vorhaben, hat er uns gefragt, ob wir wirklich wüssten, was wir tun. Im ersten Moment dachten wir, er zweifelt an unseren Fähigkeiten, und haben ziemlich dumm geschaut. Er meinte aber nur, dass das Crossing die beliebteste Tageswanderung im ganzen Land ist und dass wir sie deshalb mit hunderten von Leuten teilen müssten. Das war uns schon klar, aber wir wollten uns die Vulkanlandschaft des Central Plateau nicht entgehen lassen und hatten da schon eine Idee ...

Wir haben also uns, unsere Rucksäcke sowie Mani (28) aus München, den wir im Hostel getroffen hatten und der auch nach Taupo wollte, in unser kleines Auto gestapelt und sind losgefahren. Bevor wir Napier verlassen haben, haben wir noch von einem Aussichtspunkt am Hügel aus die Aussicht über den Hafen und die Hawke's Bay bewundert. 

Taupo

Im Informationszentrum in Taupo wurde uns das bestätigt, was wir eigentlich schon wussten: Das Wetter am nächsten Tag sollte zu schlecht für das Crossing werden, zumindest in den Bergen, da starke Sturmböen vorausgesagt waren. Für Samstag war allerdings gutes Wetter angesagt, sodass wir, einschließlich Mani, beschlossen haben, zwei Nächte in Taupo zu bleiben. Was wir zwar mal gehört, aber schon wieder verdrängt hatten: An diesem Freitag war Waitangi Day, also Feiertag und das letzte lange Wochenende des Sommers, deshalb war Taupo völlig überfüllt.

Wir haben noch das letzte freie Bett im Blackcurrant Backpackers für Mani organisieren können und Lui und ich durften dort im Garten zelten. Das war auch wunderbar, abgesehen davon, dass wir in der ersten Nacht um 3 Uhr von einer Gruppe aufgeweckt wurden, die aus dem Pub kam und meinte, sich vor unserem Zelt noch eine Weile unterhalten zu wollen. Außerdem hatte die hosteleigene Katze ihre Vorliebe für unser Zelt entdeckt, ist darauf gesprungen und hat mit ihren Krallen Löcher hineingestochen. Lui hat gedroht, ihr mit dem Spaten eine Lehre zu erteilen, falls sie es noch einmal versuchen sollte, was sie aber nicht besonders beeindruckt hat. Als wir sie beim nächsten Mal verjagen wollten, ist sie unter die Plane gekrochen und hat auch noch das Netz des Innenzeltes malträtiert.

Am nächsten Tag war es wirklich unheimlich stürmisch und wir haben zur Abwechslung mal nicht besonders viel unternommen. Wir wollten in die heißen Quellen, die es dort im Park gibt, aber dort saßen die Leute wie die Sardinen in der Dose. Uns ist wieder aufgefallen, dass die typischen Touri-Hotspots nichts für uns sind. Auch im Hostel war die Situation total nervig. In der Küche war viel zu wenig Platz für die vielen Menschen, von denen 90 Prozent deutsche Abiturienten waren. Anfangs fand ich diese Gruppierung ja noch ganz nett und es gibt natürlich einige, die nicht negativ auffallen. Aber manchmal fragt man sich schon, warum scheinbar die gesamte 19-jährige deutsche Bevölkerung hierher kommt, um in Hostels herumzugammeln und sich im Extrem-Sparfuchsing zu betätigen. Es ist ja in Ordnung und sicher auch charakterformend, mal eine Weile mit wenig Geld auskommen zu müssen. Aber das nimmt teilweise Ausmaße an! Da ist es dann gesellschaftsfähig, um die "Free Food"-Kiste herumzuhängen und sich auf alles wie die Geier zu stürzen, was dort hineingelegt wird. Die Gespräche drehen sich auch oft darum, wie man noch einen Dollar sparen oder irgendetwas abgreifen kann. Lui hat in diesem Hostel kurz seine Sonnenbrille im Bad liegen lassen und schon war sie weg. Wir wollen ja niemanden verdächtigen, aber auszuschließen ist nicht, dass sich einer unser Landsmänner mal wieder besonders arm gefühlt hat und meinte, man muss es dann nicht so genau nehmen mit Anstand und Ehrlichkeit. Schön hat es auch Klaus in Worte gefasst, der seit 20 Jahren hier lebt, uns gestern zum Abendessen eingeladen hat und uns erzählt hat, dass diese Gruppe Reisender mittlerweile zum Teil kritisch gesehen wird und dass es schon Zeitungsartikel zu dem Thema gab: "Die kaufen das 99-Cent-Toastbrot, fressen vielleicht noch ein paar Möhren und machen dann auch noch in den Busch." Da hat er sich eher auf die Backpacker bezogen, die sich bei Ankunft eine alte Rostlaube kaufen, dabei oft noch von anderen Backpackern, die wieder abreisen, übers Ohr gehauen werden - man schlägt schließlich immer das Maximale für sich selbst raus - und dann irgendwo wild campen. Lui und ich haben uns während unserer Zeit hier schon öfter gefragt, ob es wirklich im Sinne dieses Landes sein kann, diese Art von Touristen anzuziehen. Offensichtlich nicht! Es wird ja immer die Gastfreundschaft und Großzügigkeit der Neuseeländer gepriesen und die gibt es auch wirklich, aber vielleicht überlegen sie es sich irgendwann anders, wenn sie merken, dass das ausgenutzt wird. Es gibt wie gesagt auch gut erzogene, bescheidene und rücksichtsvolle junge Deutsche hier, aber viele sind es nicht und schaden unserem Ruf. Wir haben uns manchmal fast geschämt. Wer "Work and Travel" machen will und dann meint, zwei Wochen Arbeit reichen, um danach nur noch Herumoxidieren zu können, ist wirklich noch nicht in der Realität angekommen und sollte vielleicht daheim bei Mami bleiben. Für's Skydiven reicht die Kohle dann aber natürlich schon - bisschen gekauftes Abenteuer muss schließlich sein.

So, das musste ich mal geschrieben haben, auch wenn es natürlich niemand lesen wird, den es betrifft. 

Wilder Wind am Lake Taupo
Wilder Wind am Lake Taupo

Den ganzen Tag hatten wir in Taupo immer wieder von Leuten gehört, dass sie am nächsten Tag das Tongariro Crossing gehen wollten. Es war ja langes Wochenende und außerdem sind an den beiden Tagen zuvor die Shuttlebusse dorthin wegen des Wetters nicht gefahren, sodass sich die Wanderwilligen aufgestaut hatten. Lui, Mani und ich haben deshalb beschlossen, uns den Wecker auf 3:45 Uhr zu stellen, da man von Taupo aus noch fast eineinhalb Stunden bis zum Startpunkt im Nationalpark fährt, und das erste Stück mit Stirnlampe zu gehen. Dementsprechend haben wir uns früh ins Zelt zurückgezogen und sind mithilfe unserer Ohropax auch bald eingeschlafen. 

Tongariro Alpine Crossing

Das frühe Aufstehen am nächsten Morgen war gar nicht schlimm, weil wir uns sehr auf die Tour gefreut haben. Wir hatten schon alles vorbereitet, mussten nur noch das Zelt abbauen und sind pünktlich um 4:15 Uhr gestartet. Wir waren uns natürlich nicht sicher, wie viele andere noch die glorreiche Idee des Extremfrühstarts haben würden und haben schon mit ein paar anderen Autos am Parkplatz gerechnet. Als wir um 5:30 Uhr dort ankamen, standen allerdings erst drei oder vier dort. In einem davon waren gerade drei Mädels und ein Schweizer aus unserem Hostel angekommen, die kurz vor uns losgegangen sind. Es war eiskalt am Parkplatz, um die null Grad, und ich war froh, dass ich die lange Unterhose unter meinen Shorts anhatte und dass Lui und ich jeder drei Jacken dabei hatten. Schnell sind wir mit Stirnlampe losgezogen, vor allem, da Mani eigentlich eher Strandurlaub geplant hatte und deshalb nur in kurzer Hose und Kapuzenpulli unterwegs war.

Die ersten 20 Minuten haben wir die Stirnlampe noch gebraucht, danach wurde es aber langsam hell über dem Mount Tongariro und dem Mount Ngauruhoe. Das Gehen im Dunkeln durch das Mangatepopo Valley war sowieso kein Problem, da der Weg eine echte Wanderautobahn ist - perfekt angelegt mit Stufen und Bohlenwegen. Das muss aber auch so sein, da ihn so viele Leute gehen, dass sonst sicher alles zertrampelt würde. Nach zehn Minuten haben wir die drei Mädels aus dem Hostel überholt - der Schweizer war vorausgerannt - und hatten die Landschaft ab dem Zeitpunkt fast völlig für uns allein. Mani hatte praktischerweise eine Spiegelreflexkamera dabei und wir freuen uns schon auf seine Bilder. Hier gibt es leider nur die in schlechterer Qualität, die wir mit unserer Knipse geschossen haben.

Zwei Hobbits in Mordor
Zwei Hobbits in Mordor

Wir haben immer wieder angehalten, um Bilder zu machen. Vor allem das rote Morgenlicht im South Crater und am Mount Ngauruhoe, vielen eher als Mount Doom oder Schicksalsberg bekannt, war sehr beeindruckend. Eine Besteigung eines der beiden Berge hätte uns schon gereizt, aber wir wollten unseren Vorsprung vor den Massen nicht aufgeben und Manis Schuhe waren auch nicht unbedingt für Auf- und Abstiege im Schotter geeignet, deshalb haben wir entschieden, lieber den Hauptweg in Ruhe zu genießen.

Lui vor dem Mount Ngauruhoe
Lui vor dem Mount Ngauruhoe
Blick zurück auf den South Crater
Blick zurück auf den South Crater

Als nächstes ging es hinauf zum Red Crater, der noch aktiv ist. Immer wieder kommt man an Warnschildern und Ampeln vorbei, die aufleuchten, falls es zu gefährlich sein sollte weiterzugehen. Der Boden war immer noch gefroren und es ging ein eiskalter Wind. Mani hat sich endlich überzeugen lassen, eine von Luis Jacken anzuziehen, da uns schon kalt wurde, wenn wir ihn in seinem Kapuzenpulli nur angeschaut haben.

Lui am Red Crater
Lui am Red Crater

Am Red Crater hat man schon den höchsten Punkt des Crossings erreicht und wir haben auf dem kurzen Abstieg zu den Emerald Lakes eine Pause eingelegt, um etwas zu essen und kurz zu warten, ob sich die Wolken verziehen, die gerade in der Senke unter uns gesammelt hatten.

Abstieg vom Red Crater
Abstieg vom Red Crater
Pause über den Emerald Lakes, die immer wieder in den Wolken verschwunden sind
Pause über den Emerald Lakes, die immer wieder in den Wolken verschwunden sind

Während wir dort saßen, kam der junge Schweizer uns wieder entgegen - seinen Namen haben wir leider nie erfahren - und hat sich uns angeschlossen, da seine Mitwanderinnen im wohl zu langsam waren. Von den Emerald Lakes aus ging es hinüber zum Blue Lake. Der etwas verrückte Schweizer wollte dort baden, hat es sich dann aber doch anders überlegt, als er bis zu den Knien im Wasser stand. Das war auch besser so, da ich später gelesen habe, dass der See bei den Maori heilig ist und man dort weder essen noch baden soll. Wer weiß, vielleicht hätte er einen Ausbruch provoziert ...

Am Blue Lake
Am Blue Lake
Äffchen auf Felsen
Äffchen auf Felsen

Am Blue Lake kamen wir wieder aus den Wolken heraus und in die Sonne hat uns ein bisschen aufgewärmt. Am North Crater entlang ging es dann auch schon bald wieder bergab zur Ketetahi-Hütte, in der man früher auch übernachten konnte, die aber 2012 bei einem Ausbruch des Te Maari-Kraters beschädigt wurde und seitdem nur noch als Shelter dient. Dort haben wir noch eine Pause gemacht und ein bisschen in der Sonne gesessen.

Rauchende Schlote im Te Maari-Bereich
Rauchende Schlote im Te Maari-Bereich
Durch die Eruption verursachte Schäden in der Hütte
Durch die Eruption verursachte Schäden in der Hütte

Von der Hütte aus steigt man bequem über gut angelegte Wege und durch ein Stück Wald zum Ketetahi-Parkplatz ab. Wir waren schon um 11:30 Uhr am Ziel und die Parkplatzwächterin hat uns zugejubelt, weil wir wohl die ersten waren, die an diesem Tag ins Ziel eingelaufen sind. Als wir die hunderte von Autos und Bussen gesehen haben, die dort standen, waren wir noch froher über unsere Frühstarttaktik. Die Parkplatzwächterin meinte, dass an diesem Tag bestimmt 1.500 Leute das Crossing gehen würden, und wir haben außer ein paar Trailrunnern kaum jemanden gesehen. Wir waren froh, uns für die Wanderung entschieden zu haben, auch wenn wir sonst eher abgelegene Wege bevorzugen, weil die Vulkanlandschaft mit dem verschiedenfarbigen Gestein, den rauchenden Kratern und dem Schwefelgeruch wirklich beeindruckend war.

Lui hat dann einen Bus zum Ausgangspunkt genommen und Mani und mich abgeholt. Anschließend sind wir alle drei nach Rotorua gefahren, wo wir Mani an seinem Hostel abgesetzt und uns eine Unterkunft gesucht haben. Das war gar nicht so einfach. Wir wollten eigentlich an einem der Seen in der Gegend campen, aber die DOC-Campingplätze waren völlig überfüllt. Dann haben wir doch noch einen netten, kleinen, privaten Campingplatz in Rotorua mit eigenen Thermalbecken und einem Dampfgarer gefunden, der mit Erdwärme betrieben wird. Das ist in Rotorua allerdings nichts so Besonderes, weil es dort an jeder Ecke aus der Erde dampft und nach Schwefel riecht. Unser Zelt haben wir neben einem Loch mit kochendem Schlamm aufgestellt.

Als wir beim Abendessen saßen, hat uns Rainer, der seit 20 Jahren mit seiner Familie in Auckland lebt, eine Forelle geschenkt und uns gefragt, ob wir noch mit ihm und seinen Söhnen zum Angeln gehen wollen. Das haben wir gemacht und Lui hat auch gleich eine Forelle gefangen, die allerdings etwas zu klein war. Am nächsten Tag hatte er dann aber mehr Anglerglück ...

Rotorua

Vor dem Frühstück waren wir in den Hot Pools des Campingplatzes und danach noch in einem Café im Ort. Rotorua hat uns gut gefallen. Obwohl noch Wochenende war, ging es deutlich entspannter zu als in Taupo. Anschließend sind wir dorthin gefahren, wo der Awahou Stream in den Lake Rotorua fließt und wo Rainer, seine Söhne Jay und Lee, seine Frau Edith und Opa Toni aus der Schweiz schon beim Fliegenfischen waren. Sie haben Lui eine Angel geliehen und er durfte auch sein Glück versuchen. Letztendlich hat Lee zwei Forellen gefangen, die er uns geschenkt hat, und Lui eine, sodass unser Abendessen gesichert war.

Fliegenfischer
Fliegenfischer

Am frühen Nachmittag sind wir Richtung Mount Maunganui gefahren, wo wir für zwei Nächte ein Zimmer reserviert hatten, und haben unterwegs noch bei den Hamurana Springs vorbeigeschaut, aus denen kristallklares Wasser aus dem Boden aufsteigt und durch ein Flüsschen in den Lake Rotorua fließt. Ein dicker, haariger junger Mann aus Israel meinte, darin baden zu müssen, deshalb haben wir eine Weile gewartet, bevor wir unsere Wasserflasche aufgefüllt haben. 

Die Quelle
Die Quelle

In Mt. Maunganui haben wir in unserer angenehm ruhigen Unterkunft, dem Seagulls Guesthouse, eingecheckt und noch einen schönen Strandspaziergang gemacht. Abends gab es dann die hervorragenden Forellen, mit denen wir noch Susi und Patrizia aus Schwerin versorgen konnten, die eine Rundreise durch Neuseeland machen.

Wer planscht denn da?
Wer planscht denn da?

Gestern hat sich endlich ein lang gehegter Wunsch von Lui erfüllt: Wir waren auf dem Meer vor Mt. Maunganui angeln. Die Ausbeute war zwar nicht allzu groß, aber im Gegensatz zu den anderen Leuten auf dem Boot haben wir zwei recht gut abgeschnitten. Lui hat drei Terakihi gefangen und ich einen Terakihi und einen Snapper. Einer von Luis Terakihi war der größte Fisch, dafür war mein Snapper aber der schönste.

Wenn das kein schöner Fisch ist!
Wenn das kein schöner Fisch ist!
Lui mit seinem großen Terakihi
Lui mit seinem großen Terakihi

Unsere Mitangler waren auch nett: Marco aus Treviso, der seit sechs Jahren in Neuseeland lebt, mit seinem Vater und Klaus, den ich schon erwähnt habe, mit Kumpel Dieter, der gerade zu Besuch ist. Als wir zwei Bananen ausgepackt haben, hat uns Marco aufgeklärt, dass die Fischer in Neuseeland das nicht gerne sehen, weil Bananen auf Booten angeblich Unglück bringen. Die zwei netten Herren aus Neuseeland neben mir haben es uns aber zum Glück nicht übel genommen, sondern selbst eine Banane verspeist.

Auf der Rückfahrt in den Hafen von Tauranga haben wir dann auch noch eine große Gruppe Delfine gesehen, die mit ihren Jungen ganz nah am Boot vorbeigeschwommen ist.

Erfolreiches Anglerteam
Erfolreiches Anglerteam
Geleitschutz
Geleitschutz

Klaus, mit dem wir uns auf dem Boot öfter unterhalten haben, hat uns netterweise zu sich eingeladen und wir haben abends auf seiner Terrasse mit ihm, seiner Frau Christina und zwei anderen Ehepaaren unseren Fang gegrillt. Die beiden haben ein großes Stück Land oberhalb von Tauranga gekauft und haben es wirklich schön.


Sehr interessant ist für uns immer, wie die Leute, die wir hier treffen, reagieren, wenn wir erzählen, was wir bisher in Neuseeland gemacht haben. Meist kommt ja nach kurzer Zeit die Frage, was wir hier schon unternommen haben, und wenn wir dann sagen, dass wir die Südinsel der Länge nach zu Fuß durchquert haben, fallen die Reaktionen ganz unterschiedlich aus. Manche Neuseeländer oder andere Reisende, die selbst gerne in irgendeiner Form aktiv sind, haben schon vom Te Araroa gehört und sind begeistert. Andere Leute kennen ihn zwar nicht, können sich aber etwas unter einem Fernwanderweg vorstellen und stellen sinnvolle Fragen, z. B. nach Gepäck oder Ernährung. Bei wieder anderen sieht man aber auch an der völligen Leere im Blick, dass sie nicht mal im Ansatz etwas damit anfangen können. So ging es uns beispielsweise mit einer der Damen am Tisch, die sofort zu einer langatmigen Geschichte über ihre vergangenen Urlaube angesetzt hat, bei denen sie in einem zu kleinen Hotelzimmer wohnen musste. Wir glauben, sie wollte uns damit sagen, dass sie früher auch ziemlich abenteuerlich drauf war, aber sicher sind wir uns nicht. 

Ausblick von der Terrasse
Ausblick von der Terrasse

Jetzt machen wir uns auf den Weg zum Coromandel, einer der letzten Stationen unserer Reise. Ein letztes Mal melden wir uns dann noch vom anderen Ende der Welt.

Gewanderte Nachholkilometer: 20