Tag 38 - 45: Von Twizel nach Wanaka (144 km)

Viele Grüße aus dem schönen Wanaka! Ein weiterer Abschnitt ist geschafft, der allerdings etwas anders verlaufen ist als ursprünglich geplant. Zwischen Lake Tekapo und Twizel hatte Lui leider wieder ziemlich Probleme mit seinen Füßen. Er springt problemlos über Stock und Stein, auf flachen Strecken, wo die Belastung immer gleichförmig ist, lösen sich aber leider seine Zehen auf. Diesmal waren es nicht nur einfache Blasen, die ja noch zu ertragen wären. Ohne zu sehr ins ekelhafte Detail gehen zu wollen: Einer seiner großen Zehen war eitrig und geschwollen. Wir haben deshalb entschieden, dass es besser wäre, wenn er noch einen weiteren Tag pausiert. In Twizel bleiben wollten wir aber nicht so gern, da Twizel zwar alles bietet, was man an einem Pausentag braucht (Essen, Waschen, Schlafen), aber sonst eher wenig Charme hat. Im Wohnzimmer unserer Lodge haben wir von unserem Problem erzählt und ein nettes Pärchen aus Invercargill hat angeboten, Lui an den Lake Ohau zu fahren, sodass ich weiterlaufen und wir uns dort wieder treffen können. Wir fanden, wenn einer verletzt ist, reicht es, wenn ein Teammitglied läuft, damit die Strecke als gewandert gilt.

Tag 38: Twizel bis Lake Middleton, 29 km

Da an diesem Tag wieder ein relativ langer, aber flacher Hatsch auf Feld- und Fahrradwegen auf dem Plan stand, der Luis Füßen sicher nicht gut getan hätte, war es sicher die richtige Entscheidung, dass er diesen Tag ausgelassen hat. Wir haben also noch zusammen gefrühstückt, bevor er mit Mark und seiner Freundin im Auto losgefahren ist und ich mit meinem Rucksack zu Fuß aufgebrochen bin.

Zuerst musste ich ein Stück parallel zum State Highway auf einem Feldweg gehen, an Lachsfarmen vorbei und schließlich den Ohau River entlang bis zum Lake Ohau, wo ich wieder auf den Alps2Ocean-Radweg gestoßen bin, auf dem wir auch schon zwischen Lake Tekapo und Twizel gewandert waren. In den Trail Notes stand noch, dass dieses Stück Radweg noch nicht fertig und teilweise überwachsen sei, aber ich habe einen perfekt ausgebauten Luxusweg vorgefunden, sodass ich trotz großer Hitze gut vorangekommen bin.

Auf dem Alps2Ocean-Radweg am Lake Ohau entlang
Auf dem Alps2Ocean-Radweg am Lake Ohau entlang

Unterwegs konnte ich mich auch im See abkühlen und schon am Nachmittag hatte ich die knapp 30 km geschafft und bin in Ohau Village eingelaufen. Neben dem Lake Ohau gibt es dort noch einen kleineren, windgeschützteren See, den Lake Middleton, an dem man zelten kann. Lui und ich hatten keinen genauen Treffpunkt ausgemacht, aber als ich auf der Straße daher kam, stand er gerade dort, oberhalb vom Zeltplatz, um nach mir Ausschau zu halten. Er hatte schon das Zelt aufgebaut, mir wurde ein noch (halbwegs) kühles Bier gereicht und ich konnte ein Bad im See nehmen. Wunderbar! So waren wir glücklich wieder vereint, auch wenn das leider nicht von allzu langer Dauer sein sollte ...

Zeltplatz am Lake Middleton
Zeltplatz am Lake Middleton

Tag 39: Lake Middleton bis Ahuriri River East Branch, 20,5 km

Am nächsten Morgen haben wir ausversehen lange geschlafen und kamen daher erst gegen 10:30 Uhr los. Erst mussten wir noch einmal zwei Kilometer an der Straße entlang, anschließend ging es im Wald allmählich bergauf, über einen Sattel und dann durch Tussock und Speargrass, unsere alten Freunde, am östlichen Arm des Ahuriri River entlang wieder nach unten. Zuerst war Lui noch sehr froh, wieder unterwegs zu sein, im Laufe des Tages hat er aber seinen Zeh zunehmend wieder gespürt. Durch den späten Start und das nicht einfache Terrain kamen wir nicht ganz so schnell voran wie geplant und haben uns gegen Abend einen schönen Zeltplatz am Fluss gesucht, an dem die Sandflies uns glücklicherweise weitgehend in Ruhe gelassen haben.

Beim Aufstieg
Beim Aufstieg
Kurz vor unserem Abendlager am Ahuriri River
Kurz vor unserem Abendlager am Ahuriri River
Idyllischer Schlafplatz am Fluss
Idyllischer Schlafplatz am Fluss

Vor dem Schlafen haben wir noch überlegt, was zu tun wäre, wenn Luis Zeh am nächsten Tag nicht mitspielen sollte. Wir hatten noch 9 km zur nächsten Straße und danach hätte es drei Tage lang keine Ausstiegsmöglichkeit mehr gegeben. Wir wollten noch abwarten und am nächsten Morgen entscheiden ...

Tag 40: Ahuriri River East Branch bis Top Timaru Hut, 32,5 km

Wie schon befürchtet, machte Luis Fuß am nächsten Tag auf dem ersten Stück bis zum Hauptarm des Ahuriri River leider wieder größere Probleme. Wir haben unsere Optionen diskutiert. Für mich wäre es schade gewesen, an der Stelle abzubrechen, da der Breast Hill Track, der als nächstes kam, besonders schön ist. Wenn man einmal unterwegs und nicht verletzt ist, hat man einfach das Bedürfnis voranzukommen. Wäre einer von uns krank und bräuchte Pflege, würden wir natürlich beide pausieren, aber das war ja nicht der Fall. Auch wenn ich wusste, dass der Lui sich Sorgen machen würde, habe ich deshalb dafür plädiert, dass er an der kleinen Straße im Ahuriri River-Tal versucht, nach Wanaka zu trampen, und wir uns dort wieder treffen. So wurde es dann auch beschlossen, auch wenn uns beiden auch ein bisschen mulmig bei dem Gedanken war, uns zu trennen. Wir sind ja eigentlich ein Team, aber ich habe immer mal wieder behauptet, ich würde einen solchen Weg im Notfall auch alleine gehen. Das nehme ich für den Te Araroa insgesamt auf jeden Fall zurück. Ich möchte nicht so lange alleine sein und manche Teile (Flussüberquerungen usw.) hätte ich ohne Luis Hilfe auch einfach nicht geschafft. Ein bisschen gereizt hat es mich aber definitiv, ein kurzes Stück alleine zu bewältigen, und da der Weg nicht übermäßig schwierig sein sollte, haben wir uns darauf geeinigt. Lui hat noch mehrmals überlegt, doch mitzuhumpeln, und hätten wir Sara, die Chirurgin unseres Vertrauens, dabei gehabt, hätten wir es vielleicht riskiert, aber eine selbst durchgeführte Zehamputation ist eher nicht die Art von Abenteuer, die wir hier suchen. 

Zum Glück konnten wir den Ahuriri River noch gemeinsam überqueren, da das für mich allein schwierig gewesen wäre. Die Strömung war ganz schön stark und mir ging das Wasser fast bis zur Hüfte. Am Parkplatz angekommen, haben wir ein Auto mit zwei Mountainbikern angehalten, die versprochen haben, den Lui auf dem Rückweg aufzulesen, falls er am Abend noch keine andere Mitfahrgelegenheit gefunden hätte. So konnte ich nach einem gemeinsamen Mittagessen mit dem guten Gefühl losziehen, dass er sicher nach Wanaka kommen würde, und habe mich - mit einem etwas komischen Gefühl im Bauch, aber sonst guter Dinge - auf den Weg hinauf zum Martha's Pass gemacht, der auf 1.670 Metern liegt.

Es ging ganz allmählich über Schafweiden und einen alten Fahrweg bergauf. Am Anfang habe ich bestimmt eine Stunde lang eine Herde Schafe unabsichtlich vor mir hergetrieben, da sie einfach nicht schlau genug waren, nach links oder rechts auszuweichen.

Meine wolligen Begleiter
Meine wolligen Begleiter

Da ich nicht wusste, wann ich wieder jemanden zum Sprechen finden würde, habe ich einfach ein bisschen mit gemäht. Auf dem Weg zum Pass kam ich auch noch an der Tin Hut vorbei, die zur Schaffarm gehört, aber netterweise auch Wanderern zur Verfügung steht. Für mich war es aber noch zu früh zum Anhalten und ich bin durch die Hitze erst zum Pass hinauf und dann wieder hinunter zur Top Timaru Hut gestapft.

Blühende Manuka-Büsche auf dem Weg zum Pass
Blühende Manuka-Büsche auf dem Weg zum Pass

Wider Erwarten habe ich in der Top Timaru Hut sogar jemanden angetroffen, auch wenn mir auf dem ganzen Weg wieder niemand begegnet war. Ich musste meine erste Nacht nicht alleine verbringen, sondern hatte Gesellschaft von Haakon aus Deutschland und Lisa aus Österreich, die zusammen auf einer Mehrtagestour waren. Ich habe mich gefreut, die beiden zu treffen und wir haben uns nett unterhalten. Da Lisa eine Verletzung am Fuß hatte, wollten die beiden am nächsten Tag zum Parkplatz absteigen und nach Wanaka zurück trampen. Sie haben versprochen, den Lui aufzuspüren und ihm zu sagen, dass es mir gut geht, was sie auch getan haben. (Haakon, falls du das hier jemals liest: vielen Dank und gut mitgedacht wegen der neuen Schnürsenkel! :-))

Die Top Timaru Hut im Abendlicht
Die Top Timaru Hut im Abendlicht

Tag 41: Top Timaru Hut bis Pakituhi Hut, 24 km

Am nächsten Morgen haben wir uns alle drei früh aus den Schlafsäcken erhoben. Ich war mir noch nicht sicher, ob ich bis zur ersten Hütte, der Stodys Hut, oder gleich bis zur neueren und schöneren Pakituhi Hut gehen sollte, die aber ca. 12 Stunden entfernt liegt. Nachdem mir meine bereits geflickten Schnürsenkel zum zweiten Mal gerissen sind und ich sie in MacGyver-Manier noch einmal repariert hatte, habe ich mich um 7:30 Uhr auf den Weg gemacht, während Haakon und Lisa noch ihre zahlreichen Habseligkeiten gepackt haben.

Der erste Abschnitt war nicht leicht zu gehen: Es ging am Timaru River entlang, den ich immer wieder überqueren oder darüber am Hang entlang klettern musste. Das enge Flusstal ist aber sehr schön und ich hatte mich dank Haakons Briefing schon darauf eingestellt, nicht allzu schnell voranzukommen, sodass mir dieser Teil viel Spaß gemacht hat.

Warum ein Weg, wenn's der Fluss auch tut?
Warum ein Weg, wenn's der Fluss auch tut?

Anschließend musste ich zwei Stunden steil bergauf bis zur Stodys Hut klettern, wobei ich ganz schön ins Schwitzen gekommen bin. Gegen 15:30 Uhr war ich bei der Hütte, und da diese nicht wahnsinnig einladend war, habe ich beschlossen, die vier Stunden bis zur Pakituhi Hut nach einer kurzen Pause noch anzugreifen. Das war nur teilweise eine gute Idee, wie sich später herausstellen würde ...

Ab der Stodys Hut wurde der Weg wieder einfacher und gleichzeitig auch viel spektakulärer. Es ging über einen breiten Kamm dahin bis auf den Gipfel des Breast Hill. Man konnte einfach dahinschreiten und hatte die ganze Zeit wunderbare Ausblicke in beide Richtungen. Das Wetter war wunderschön und ich hatte die gesamte Landschaft ganz für mich allein. Ich möchte nicht immer alleine gehen, aber das war schon eine ganz besondere Erfahrung, die ich nicht missen möchte, auch wenn ich meinen lieben Ehemann und Wanderpartner natürlich vermisst habe. 

Auf dem Gipfel des Breast Hill, von dem aus man schon auf Lake Hawea, den nächsten Ort, sehen kann, hatte ich dann sogar Handynetz und konnte Lui kurz anrufen, der sich sehr gefreut hat, von mir zu hören. Von oben sieht man den See und die Berge um den Mount Aspiring - ein unglaubliches Panorama!

Weg zum Breast Hill
Weg zum Breast Hill
Blick vom Breast Hill auf den Lake Hawea
Blick vom Breast Hill auf den Lake Hawea
Selfie auf dem Gipfel
Selfie auf dem Gipfel

Ich habe mir am Gipfel viel Zeit gelassen und bin dann gemütlich in Richtung Hütte spaziert. Dabei konnte ich die ganze Zeit den Lake Hawea und die umliegenden Berge im Abendlicht bewundern.

Den ganzen Tag war mir wieder kein Mensch begegnet und ich war mir fast sicher, dass ich in der Hütte allein sein oder höchstens Paul treffen würde, der laut Hüttenbüchern einen Tag vor mir gestartet war. Aber weit gefehlt! An der Pakituhi Hut angekommen, hat mich fast der Schlag getroffen. Die ganze Hütte war voll! Eine Sechsergruppe Franzosen, drei Mountainbiker und ein belgischer Wanderer waren schon da, die Hütte hat aber nur acht Schlafplätze. Nach meinem langen, einsamen Wandertag war ich richtig vor den Kopf gestoßen, vor allem, weil die große Gruppe laut herumposaunt hat und fast den gesamten Platz für sich eingenommen hatte. Eigentlich hätte ich es mir denken können. Vom nächsten Parkplatz aus geht man nur ca. vier Stunden bis zur Hütte und Wanaka, das sehr beliebt bei Touristen ist, liegt nicht weit entfernt.

Ein bisschen grantig habe ich also versucht, in einer Ecke meine Sachen auszupacken und etwas Platz zum Kochen zu finden. Dabei habe ich vor lauter Schreck über die vielen Leute unsere Kamera fallen lassen - die prompt kaputt war. So hat ein wunderschöner Tag nicht so toll geendet. Zum Glück hatte ich meine Therm-a-Rest-Matte dabei, obwohl Lui einige meiner Sachen mitgenommen hatte, damit mein Gepäck leichter war. Damit habe ich mich, als endlich halbwegs Ruhe eingekehrt war, auf die Holzbank am Tisch gehauen. Der Belgier hat am Boden Platz genommen.

Die Pakituhi Hut wurde laut Trail Notes extra für den Te Araroa gebaut und ein bisschen blöd fand ich es schon, dass größere Gruppen sie für ihren Ausflug nutzen, auch wenn das natürlich ihr gutes Recht ist. Immerhin hat einer der jungen Franzosen noch gefragt, ob ich vielleicht doch gerne ein Bett hätte, allerdings erst, nachdem er gehört hat, wie lange ich an dem Tag unterwegs war. Ich hatte aber sowieso keine große Lust auf Gruppenkuscheln (jeweils vier Betten liegen direkt nebeneinander) und so habe ich meine Bank vorgezogen. Erst konnte ich überhaupt nicht einschlafen und habe durch's Fenster neben mir zum Raucherhusten und Schnarchen der Franzosen die Sterne betrachtet. Nachdem ich dann den Sitz meiner Ohropax verbessert hatte und gedanklich noch einmal den schönen Weg des Tages gewandert bin, konnte ich aber doch bis zum nächsten Morgen fast durchschlafen. Die Bank war nicht besondern breit, und um mich umzudrehen, musste ich mich wie einen Pfannkuchen wenden, aber wenn man müde ist, geht das auch.

Ich lerne daraus: Lieber keine neuen, schönen Hütten ansteuern, die nicht allzu weit vom nächsten Parkplatz entfernt liegen. Am nächsten Morgen habe ich mich noch mit einem der Franzosen nett unterhalten - keine üblen Leute, aber man merkt einfach, wer weiß, wie es auf solchen Hütten zuzugehen hat und wer nicht. Vor lauter Verwirrung habe ich auch vergessen, im Hüttenbuch zu schauen, ob sich Bianca und Kay eingetragen hatten, die vor einer Weile auch in der Hütte waren (und sich dabei ganz sicher rücksichtsvoller verhalten haben als meine Mitbewohner :-)).

Tag 42: Pakituhi Hut bis Lake Hawea Holiday Park, 13 km

Am Abend vorher hatte mir der Lui am Telefon gesagt, dass er für den nächsten Tag ein Mountainbike gemietet hat, um mich in Lake Hawea zu treffen. So konnte ich mich auf einen kurzen Wandertag und die Wiedervereinigung mit dem lieben Ehemann freuen. Einer der Franzosen hat mich noch gewarnt, dass der Abstieg zum See sehr steil und stellenweise auch gefährlich sein soll, also habe ich mir vorgenommen, mir Zeit zu lassen und ganz gemütlich abzusteigen. 

Ich fand den Weg dann aber sehr gut zu gehen. Es ging zwar über einen Grat und einen Hang knapp 1.000 Höhenmeter hinunter, aber der Untergrund war griffig und der Weg im Gegensatz zu anderen Abschnitten auf dem Te Araroa gut in Schuss. Die Perspektive halt - das hatten wir ja schon ...

Ausblick bei meinem zweiten Frühstück
Ausblick bei meinem zweiten Frühstück

Obwohl ich ganz gemütlich abgestiegen bin, war ich schnell am Ufer des Lake Hawea, an dem ich noch acht Kilometer entlang bis in den Ort gehen musste. Ein Stück bin ich direkt auf dem Kiesstrand gewandert und wurde gleich von zwei Damen eingeladen, mich zu ihnen auf einen Klappstuhl zu setzen und eine Pause einzulegen.

Stiefelstatus an Tag 42 - am seidenen Faden
Stiefelstatus an Tag 42 - am seidenen Faden

Als ich dann auf dem schönen und gepflegten Walkway durch Lake Hawea gegangen bin, kam mir auch schon der Lui auf dem Fahrrad entgegen. Hurra! Er war frisch geschoren und hatte eine Flasche kalten Wein und unser Zelt im Rucksack. Wir haben gebadet und waren abends zur Feier des Tages nett essen. 

Strand am schönen Lake Hawea
Strand am schönen Lake Hawea

Tag 43: Lake Hawea Holiday Park bis Wanaka, 25 km

An diesem Tag war es wieder heiß, aber glücklicherweise konnte ich mit leichtem Gepäck gehen. Wir haben so viel wie möglich in Luis Rucksack gepackt und er hat mich die ersten Kilometer auf dem Rad begleitet. Der Weg nach Wanaka verläuft sehr idyllisch am Hawea River entlang, durch Albert Town und folgt dann dem Mountainbike-Trail am Clutha River. Lui ist vorausgeradelt, um seinen Rucksack abzuladen, ist mir dann wieder entgegen gekommen und hat meinen Rucksack übernommen. Wandern mit Begleitfahrzeug - was für ein Luxus! 

Am Clutha River bei Albert Town
Am Clutha River bei Albert Town

Da Lui ja schon eineinhalb Tage in Wanaka verbracht hatte, hatte er schon alles ausgekundschaftet und hat mich nach einer angenehmen Dusche im Wanaka Bakpaka, wo wir gerade hausen, direkt zu den besten Burgern im Ort geführt. Abends waren wir endlich im Kino, in dem man auf Sofas sitzt, und haben den Hobbit gesehen.

Im schönen Wanaka
Im schönen Wanaka

Tag 44 + 45: Regeneration in Wanaka

Dass wir beschlossen haben, hier zwei Tage zu bleiben, war definitiv eine gute Entscheidung. Wanaka ist ein sehr netter Ort, wenn auch relativ touristisch, ich brauche etwas Erholung und Luis Fuß muss auch noch heilen. 

Heute waren wir im Ort unterwegs, haben Kaffee getrunken, diesen Bericht geschrieben und machen uns gleich einen großen Salatberg mit Thunfisch. Morgen legen wir uns wahrscheinlich ein bisschen an den See und lesen und kaufen Vorräte für die nächsten Etappen ein, die sehr schön sein sollen.

Frühstück mit Blick auf Wanaka
Frühstück mit Blick auf Wanaka

Wir freuen uns darauf und denken an euch im winterlichen Deutschland, während wir durchs heiße und trockene Otago in Richtung Queenstown stapfen. 

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Kommentare: 6
  • #1

    Athanasia Mögele (Samstag, 10 Januar 2015 16:06)

    Welch eine lebendig, literarisch anspruchvolle Wander-Reportage - wahrlich druckreif und mit wunderbaren Fotos garniert. Da möchte man sofort den Rucksack packen...Leider kann ich das nie mehr - weil ein Schlaganfall den großen Stop gesetzt hat. Umso mehr erfreut mich der Bericht. Hab Dank dafür

  • #2

    Kristina (Samstag, 10 Januar 2015 22:20)

    Liebe Anni,

    vielen Dank für das nette Kompliment! Ich freue mich sehr, dass ich dir mit den Berichten eine kleine Freude machen und dich ein bisschen teilhaben lassen kann. Es muss sehr schwer sein, nicht mehr so aktiv sein zu können, vor allem, wenn man es früher war, so wie du.

    Ganz liebe Grüße und die besten Wünsche!
    Kristina

  • #3

    Claudi (Sonntag, 11 Januar 2015 14:32)

    Deine Berichte wecken das Fernweh!
    Würde mich gerne zu Euch beamen um dem, mal etwas wärmeren, meist naßkaltem und immer grau in grau und mometan sehr stürmischen Wetter hier zu entfliehen! Gerade wirbeln auch ein paar Schneeflocken durch die Luft, die Anna mit Begeisterung versucht einzufangen...
    Wünschen Luis Füßen gute Besserung und weiterhin eine gute Reise!
    C+A+J

  • #4

    Nani (Montag, 12 Januar 2015 19:38)

    Hallo Christina und Lui,

    trotz aller Unwidrigkeiten (mit Zehen und so) sieht traumhaft aus! Ich war so frei, etwas bei Euren Blogg reinzulesen und muss sagen, dass das es meine Reiselust geweckt hat!

    Herzliche Grüsse vom anderen Ende der Welt, hier in Tromsø hat es gerade -15 Grad.
    Christiane (aus der Bücherei)

  • #5

    Meli (Mittwoch, 14 Januar 2015 14:40)

    Wir sind immer noch eifrig am Blog lesen. Es ist so schön ein bisschen bei euch dabei zu sein! Wir sind sooo stolz auf euch. Eure Reise klingt wirklich unglaublich vielseitig und wunderschön. Wir wünschen euch weiterhin ganz viel Spaß und hoffen sehr, dass sich Luis Fuß schnell erholt damit ihr wieder zusammen wandern könnt.
    Ganz liebe Grüße von Flo, Sophia und Meli

  • #6

    Katja (Freitag, 16 Januar 2015 23:00)

    Hi Ihr 2 Helden!!
    Soo ein krasser Wahnsinn, was Ihr da erlebt! Danke, dass wir dran teilhaben dürfen. Man möchte wirklich gleich die Schuhe zuschnüren und loslaufen!

    Alles Liebe aus Good Ole Germany,
    sind in Gedanken bei Euch!!!!

    Katja, Daniel & Marlene