Vorbereitung – Teil 1

Nächsten Sonntag geht es endlich los, deshalb haben wir uns heute Zeit genommen und eine Packliste zusammengestellt – natürlich mit fachmännischer Beratung von Ferdinand T., Luis Bruder bzw. Kristinas Schwager, dem alten Appalachian Trail-Veteranen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die sich innerhalb der nächsten Woche noch besorgen lassen, haben wir jetzt alles beisammen, was wir für drei Monate Wandern, Kochen und Schlafen in Neuseelands Natur brauchen.

Zwecks der Übersicht haben wir unsere Liste in sechs Kategorien aufgeteilt: Schlafen, Essen & Trinken, Kleidung, Navigation/Elektronik, Körperpflege/Erste Hilfe und Diverses. Um für uns selbst und die Nachwelt festzuhalten, was wir eingepackt haben, stellen wir heute kurz die ersten drei Kategorien vor. So können wir im Nachhinein feststellen, ob wir überflüssigen Balast dabei hatten oder vielleicht etwas vergessen haben.

Die erste Kategorie, Schlafen, ist gleichzeitig die übersichtlichste: Auf dem Bild links seht ihr unser Haus und unsere Betten für die nächsten Monate.

 

  • 2 Therm-a-Rest-Matten (Lui: grün, Kristina: rot)
  • 2 Schlafsäcke (L: Cumulus, K: Deuter)
  • 2 Schlafsack-Liner aus Seide
  • Zelt von Tarptent (StartoSpire 2)
  • Wanderstöcke (Leki)


Die Wanderstöcke dienen bei unserem Ultralight-Zelt aus den USA gleichzeitig als Zeltstangen. Deshalb wiegt das Zelt, in das bequem zwei Personen mit Gepäck passen, nur 1,3 kg.

Weiter geht es mit der Kleidung, diesmal getrennt nach Weiblein und Männlein. Mir (K.) wird ja gern vorgeworfen, ich würde bei meiner Outdoorbekleidung auf die farbliche Abstimmung achten, das ist aber natürlich eine böse Unterstellung. Rechts seht ihr alles, was ich die nächsten drei Monate tragen werde – natürlich nicht immer alles gleichzeitig.

 

  • ProShell-Jacke (Arc'teryx)
  • Primaloft-Jacke (Arc'teryx) --> dient auch als Kissen
  • Icebreaker-Jacke
  • 3 Icebreaker-Kurzarmshirts
  • ProShell-Hose (North Face)
  • Lange Unterhose (Icebreaker)
  • Kurze Laufhose
  • Unterhosen (genaue Anzahl wird nicht bekanntgegeben)
  • 3 Paar Socken (Darn Tough)
  • Campschuhe (auch für Flussüberquerungen)
  • HanWag-Wanderstiefel
  • Mütze/Handschuhe
  • Cap
  • 2 Sport-BHs

Und das sind Luis Outfits. Auf dem Bild fehlt noch ein T-Shirt, das derzeit nicht auffindbar ist.

 

  • ProShell-Jacke (Peak Performance)
  • Primaloft-Jacke (Houdini) --> dient auch als Kissen
  • Icebreaker-Jacke
  • 2-3 Icebreaker-Kurzarmshirts
  • ActiveShell-Hose (Arc'teryx)
  • Lange Unterhose (Icebreaker)
  • Kurze Wanderhose (Haglöfs)
  • Kurze Laufhose (Ersatz)
  • 3 Unterhosen (Icebreaker)
  • 3 Paar Socken (Darn Tough)
  • Campschuhe (auch für Flussüberquerungen)
  • HanWag-Wanderstiefel
  • Mütze/Handschuhe
  • Buff
  • Tuch

Und zu guter Letzt für heute: Essen & Trinken. Dabei geht es allerdings vorerst nur um die Zubereitung und den Transport. Wirklich einkaufen werden wir erst in Neuseeland. Da wir auf unserem Weg nicht durch besonders viele Orte mit Einkaufsmöglichkeiten kommen, schicken wir uns außerdem einige Pakete mit Vorräten, bevor wir losgehen. Dazu aber später mehr. Jetzt schon eingepackt haben wir:


  • Kocher (Titan, ultraleicht)
  • Gaskartusche (nur zu Illustrationszwecken auf dem Bild; wird erst in NZ gekauft, da im Flugzeug nicht erlaubt)
  • Topf (Titan)
  • Tasse (aus Titan, auch als Topf nutzbar)
  • 1 Becher zum Zusammenklappen (Sea to Summit)
  • 2 Nalgene-Trinkflaschen (zum Anmischen von Instant-Kaffee, Proteinpulver usw.)
  • Trinkblasen für Wasser
  • 2 Göffel aus Titan (nicht im Bild, noch auf dem Weg zu uns)
  • Messer (mit Dank an meinen Bruder Bobby, den edlen Spender!)
  • Wasserfilter (Leihgabe von Ferdinand)
  • Feuerzeug


Wir versuchen bei allem, die für uns richtige Balance aus leichtem Gewicht und Komfort zu finden. Schon ein paar hundert Gramm zu viel können das Gehen wirklich unangenehm machen, aber ich z. B. möchte auf ein bis zwei Zusatzunterhosen nicht verzichten. Ich finde, ich kann mir das auch erlauben, da meine aus deutlich weniger Stoff bestehen und damit nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Sobald wir auch die Bestandteile der restlichen drei Kategorien zusammengesammelt haben, packen und wiegen wir unsere Rucksäcke. Auf dem Boden ausgebreitet sieht das alles nach viel aus, wir hoffen aber trotzdem, dass unser Basisgewicht nicht zu hoch wird. Darauf trinken wir jetzt noch ein Glas Wein. Prost!

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